Haiti-Kinderhilfe

Kouraj pou lavni - Mut für die Zukunft

Im Zusammenhang mit dem Erdbeben von 2010 und unter dem Einfluss der Berichte über Hilfsorganisationen, deren übereilte Hilfe angeblich eher einer Verschwendung von Spendengeldern gleichgekommen sei, haben viele unserer Spender besonderen Wert darauf gelegt, dass wir Projekte nachhaltig entwickeln und kontrolliert realisieren. Die Spendengelder sollten also möglichst langfristig und sinnvoll eingesetzt werden. Diesem Versprechen fühlen wir uns verpflichtet und glauben mit diesem Projekt eine wirklich tragfähige Alternative zu gestalten.

Wir haben uns aber auch für diese Region auf dem Plateau Central entschieden, weil Hinche direkt an der neuen, sehr gut ausgebauten Straße zwischen Port-au-Prince und Cap Haitien liegt und deshalb von beiden Städten schnell erreichbar ist. Port-au-Prince, und damit der internationale Flughafen, ist nur gute zwei Stunden mit dem Auto entfernt. Von Hinche aus gibt es Sandstraßen in die verschiedenen Orte. Da sich unser Verein bereits in der Region engagiert, haben wir auch einige Verbindungen und sind regional nicht unbekannt, sogar angesehen, weil unsere Schule in Billiguy weitbekannt und geschätzt ist und weil der sehr enge Kontakt zur Frauenföderation in Maissade ebenfalls Türen öffnet. Zudem ist die Region im Landesinneren geschützt gegen die jährlichen Hurrikans und liegt nicht in der erdbebengefährdeten Zone.

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Reise Dezember 2015

Montag, 21 Dezember 2015.
Reise Dezember 2015

Am 12. Dezember sind fünf Mitglieder von Haiti-Kinderhilfe e.V. nach Haiti geflogen um dort ihren Jahresurlaub von 5 Wochen bzw. 9 Wochen mit Arbeiten auf unserem Projekt „Kouraj pou lavni“ zu verbringen. Die Kosten für Flug und Hotel sind von den Reisenden selber bezahlt. So kann man also auch seinen Urlaub verbringen……. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass nach der Rückkehr eigentlich erst einmal zwei Wochen Urlaub nötig wären, um wieder im normalen Leben anzukommen. Roswitha hat uns nach einer Woche eine erste Mail geschickt.
Cornelia Rébert-Graumann

Unsere Reise Dezember 2015

Wir starteten am Samstag 12.12. mit unseren insgesamt 20 Gepäckstücken. Jeder hatte zwei große Koffer, einen schweren Trolly fürs Flugzeug und einen Rucksack, an jedem Rucksack noch eine Puppe. Die erste Hürde war, dass wir schon Probleme beim Laden morgens um 5 Uhr in das bestellte Bus-Taxi hatten. Jeder musste sich irgendein Teil unter die Füße stellen, damit wir alles mitbekamen. Klappte aber – auch das einchecken. Hier war man wieder extrem hilfsbereit und drückte ‚alle‘ Augen zu. Ganz toll war, dass wir wirklich alle unsere gewünschten Gangplätze und David den erhofften Fensterplatz bekamen. Die Maschine war rappelvoll. Umsteigen in Atlanta war ohne Probleme, das Gepäck kam auch komplett an. Allerdings waren fast alle Gepäckstücke in den USA kontrolliert, erkennt man daran, dass in den Koffern ein Hinweis des Zolls liegt. In Port-au-Prince wurden wir zu einem Sonderschalter geleitet, aber auch hier ging alles glatt. Der Hotel-Bus wartete bereits mit Schildern und es ging ohne Probleme ins Hotel, nicht weit vom Flughafen. Nach 23 Stunden Reise sind wir endlich in Haiti angekommen. Wir starteten früh am Sonntagmorgen, es ging zwar alles hochgeschachtelt auf die Ladefläche des Pickup, aber es fehlten zwei Sitzplätze. Geplant war, dass zwei von uns auf den Koffern sitzen könnten, wäre aber unmöglich gewesen. So fuhren David und Guerino mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, Kleinbus und Motorrad zu unserem Projekt. Für David gleich die erste Erfahrung….Klappte aber alles wunderbar und wir waren fast gleichzeitig in Banguage.
Sonntagnachmittag dann eine erste Bestandsaufnahme des Wassersystems. Hier stellten wir fest, dass das große Rohr, das außerhalb des großen Grundstückes liegt, kaputt ist. Nachbarn ließen auf diesem Teil unseres Grundstückes ihre Tiere weiden. Da die Rohre nicht tief genug im Boden waren, wurden sie von den Tieren zertrampelt. Montag wird für Richard und Hans die wichtigste Aktion die Leitung zu reparieren. Bei dieser Arbeit schlug unser Arbeiter mit dem Pickel versehentlich auf die staatliche Hauptleitung. Meterhohe Fontäne und viele Versuche diese zu stoppen. Es wurde überlegt, ein Paar Gummistiefel zusammenzuschneiden, Metalldosen aufgeschnitten. Sofort ein Motorrad Taptap angeheuert, was durch unsere sechs Flüsse und eine Stunde Off Road in die nächst größere Stadt fuhr, um hier Verbindungsstücke für die Rohre zu finden. Der Verantwortliche der Wassergesellschaft kann nicht per Telefon gefunden werden um das Hauptrohr abzusperren. Aber irgendwann am Abend, Richard und Hans kamen immer wieder von Kopf bis Zeh durchnässt, da ein Reparaturversuch gescheitert ist, war die Fontäne verschlossen, ein Zwischenhahn zu unserer Leitung eingebaut und für Dienstag nun die Reparatur für unsere Leitung geplant. Konnte auch am Dienstag soweit repariert werden, dass der Traum einer Dusche näher rückte.
Conny und ich hatten nie Probleme sich in einem kleinen Eimer zu waschen, aber für Männer scheint nur eine Dusche das Richtige zu sein.
In der Zwischenzeit kam der Direktor der staatlichen Wassergesellschaft, total erbost, dass wir da ohne seine Erlaubnis was an der Leitung gemacht hätten. Arrangierten uns, werden ihn bei der nächsten Aktion ‚einbinden‘. Mittwoch war nun die Wasserleitung repariert und der Druck so stark, dass selbst in die Tonnen auf dem Dach Wasser ging und eine Dusche gebastelt wurde. Funktionierte wunderbar am Abend. Erster großer Erfolg. Dafür funktioniert aber unser anderes Wassersystem -der Brunnen, nicht richtig. Es kommt nur kurzfristig braune Brühe raus. Müssen also dieser Tage nach Hinche und uns dort mit der Brunnen-Bohr-Gesellschaft ‚rumschlagen‘. Nun ist bereits schon Samstag und Hans und Richard sind nur am Rohre neu verlegen, da von den gelegten Plastikrohren viele beschädigt sind. Es wird ein Wochenprojekt werden.
Hans und Richard ließen nochmals einen Container leerräumen und sind fleißig dabei, hier eine Werkstatt einzurichten. Nebenbei immer noch täglich aufgraben, prüfen und neu verlegen, bzw. die komplette Wasserversorgung planen und realisieren.
David war am Montag den ganzen Tag beschäftigt alles Gepäck auszupacken und zu organisieren, was ist Werkstatt, was Kindergarten oder Sonstiges. Waren alle am Abend platt, da ja immer alles in die Container eingeräumt werden musste und diese tagsüber so richtig ‚warm‘ sind. David hat an den anderen Tagen die Aufgabe, alles im Bau eingesetzte Holz zu sammeln, die Nägel zu entfernen und nach Längen zu sortieren da wir es weiter verwenden wollen. Gleichzeitig, sammelt er alles was so an Abfall rumliegt und verbrennt werden kann. Hier löste er allerdings gleich einen Steppenbrand aus, und wir waren alle beschäftigt mit Schaufeln und Eimern, das Feuer zu löschen.
Im Kindergarten ist die gesamte Grasnarbe kaputt und David gießt nun jeden Morgen stundenlang mit dem Wasser aus dem Brunnen. Auch haben wir dort einen lebenden Zaun gepflanzt, der wohl nie wirklich Wasser bekommen hat. Gleichzeitig sortiert er alle Bauholzteile zieht die Nägel raus, damit auch das kleinste Teilchen weiterverwendet werden kann. Für David ist es irgendwie schwer- umgeben von lauter Farbigen zu sein, die viel Spaß zusammen haben, am Abend immer hier bei uns zu sitzen, da wir Licht haben und Domino spielen, er aber mit den Jugendlichen nicht sprechen kann. Farah versteht zwar einige Wort noch in Deutsch, aber er würde lieber mit den ‚Jungs‘ abhängen. Internet haben wir für Heinz und David nach mehreren Versuchen nun in Hinche, müsste das Motorrad Taxi öfters fahren, David fuhr auch einmal selbst mit, obwohl er nie wieder eine solche Höllenfahrt wie am ersten Tag machen wollte. Mein Internetstick ist erst jetzt aktiv. Bin aber auch ehrlich, wir stehen früh auf und arbeiten den ganzen Tag, und nach dem Essen nur noch waschen (kalt duschen) und um 8 Uhr schlafen. Wir vergessen einfach, dass es auch noch eine Welt außerhalb gibt, auch die Hitze, man hat überhaupt keine Lust irgendwie zu schreiben.
Das Wohnen hier ist so richtig grausig. In der Verwaltungsgebäude-Baustelle wurde der Dreck aus den unteren Räumen gefegt, ein Holzbrett auf vier Bausteine gelegt und die Matratze darauf. Am ersten Tag schon Diskussionen, da mir einige Zudecken, Bettwäsche und Kopfkissen fehlten, hatten aber dann doch jeder irgendwas um nachts nicht zu frieren. Jeden Abend muss den Baustaub entfernen, ist ja alles offen und über uns wird fleißig betoniert. Nachts beim Umdrehen, spürt man immer wieder so kleine Körnchen. Auf einem Hocker hat jeder seinen Koffer mit Bekleidung und dem persönlichen Hab und Gut. Ich bin gespannt, wann der erste Lagerkoller kommt.
Am Freitag fuhren wir ca. 1 ½ Stunden einfache Strecke Offroad zu dem Büro der Brunnenbohrfirma. Der Brunnen wurde seit einigen Monaten nicht benützt, da die Solarpumpe nach einer Stunde schon kein Wasser mehr zieht und Guerino Angst hatte, die Pumpe kaputt zu machen. Das Wasser das nun kam, war stinkend und dreckig, auch die Menge wenig. Wir werden nun jeden Tag 3 x Wasser pumpen, Proben entnehmen und die Pumpdauer festhalten. Ist das Aufgabengebiet von Heinz.
Am Donnerstag ist Markt. Unsere haitianische Helferin ist ganz aufgeregt, dass sie mit Mototaxi und einem für die hiesigen Verhältnisse riesigen Geldbetrag auf den Markt gehen darf und für uns Gemüse einkaufen soll. Kommt auch am Nachmittag, allerdings wenig Gemüse, dafür hat sie aber alles einkauft was sie an Importartikeln auf dem Markt gefunden hat. Das meiste aus der DomRep, Farah war total entsetzt. Wir haben nun völlig unfreiwillig Mayonnaise, Ketchup, Tüten mit Gewürzmischungen… Unsere deutschen Männer schwärmten immer vom Fleisch. Donnerstag ist auch Tiermarkt. Farino, der Gärtner kauft für unseren Eigenbedarf zum Schlachten ein Schwein, sechs Ziegen und 12 Hühner. Heinz holt ihn und die Tiere am Nachmittag vom Markt ab. Alle helfen beim Ausladen. Hans, Richard, Heinz und David finden die Tiere ‚süss‘ und keines darf geschlachtet werden, solange sie in Haiti seien…also, muss ich nun Futter für das Schwein kaufen………
Unser Essen ist sehr spartanisch. Morgens gibt es Kaffee (Bestand aus Port-au-Prince), haitianisches Brot und Marmelade, bzw. Erdnussbutter. Einmal hatten wir auch schon acht Eier und diese redlich geteilt. Am Abend gibt es meistens Reis oder Mais, fast immer mit Bohnen und einer Gemüsepampe. Die Bohnen sind alle vom eigenen Projekt und auch alle Arbeiter essen sich davon so richtig satt. Oft ist in der Soße für jeden ein kleines Stückchen Fleisch. Meist Ziege. Heinz will ja immer alles genau wissen. Als nun unsere Helferin am Mittwoch vom Dorf mit einem Stück Fleisch kam, erklärte ich ihm genau was es sei – am Abend aß er nur den Reis und Bohnen. Gestern, Samstag haben wir als Wochenend-Festessen einen Hahn geschlachtet. Auch hier durfte Heinz vom lebenden Gockel noch ein Foto machen, am Abend weigerte er sich selbst die Fleischsoße zu essen. Wir teilten also das Fleisch auf nur acht Esser, bzw. es wird auch immer etwas für die Bauarbeiter weggetan. Ich denke wir sind alle an dem Punkt, wo wir überhaupt froh sind, dass wir was zum Essen bekommen. Ich war drei Tage lang nur beschäftigt den Containerbereich aufzuräumen, bzw. zu organisieren. Bauten mit Bausteinen und Brettern eine Art ‚Küche‘ In einer Nacht waren entweder Ratten oder Katzen dort und alles was am Boden in Körben war, lag verstreut rum. Ich versuche alles irgendwie aufzuhängen. Unsere Hilfe, die nebenan in einer Lehmhütte mit ihrer Familie wohnt ist mit uns natürlich auch total überfordert. Auch jetzt wo wir eine Arbeitsplatte haben, sitzt sie immer am Boden und arbeitet dort. Aber langsam, langsam…..Mit unseren Ingenieuren, Farah und dem Chauffeur sind wir neun Leute die versorgt werden müssen.
Wir fingen den Hühnerstall an, sowie viele Kleinigkeiten. Jeder will was wissen, jeder will Geld für irgendwas, was noch gekauft werden soll, viele kleine und große Probleme, viele Dinge, die entschieden werden müssen.
Aber eines ist ganz sicher: Unser Kindergarten ist wunderbar. Wir mussten am Montag hingehen, es wurde für uns gesungen und die Kinder sagten auswendig lange Begrüßungsgedichte auf. Eine tolle Stimmung, wir schenkten als Dank die mitgebrachten Bälle. War dann nur noch am Donnerstag dort und spielte mit den Kindern mit den Bauklötzen auf dem Boden. Wir bauten Türme, Häuser usw. und hatten viel Spaß. Die Kinder können inzwischen schon wunderbar die Farben und Formen unterscheiden, also nur blaue oder rote Türme, nur runde oder eckige Steine. Farah ist ein wirklich verrückter Goldschatz. Sie will, dass zum ersten Zeugnis die Kinder eine Mappe bekommen, wo alle Zeichnungen der ersten Monate drin sind. Ich hatte diese Mappen nicht mit im Koffer, da Karton ja wirklich schwer ist. Sie fuhr an einem Nachmittag mit einem Mototaxi nach Hinche, zwei Stunden Offroad um diese Mappen zu suchen. Fand sie auch. Saß jeden Nachmittag im Kindergarten und klebte Weihnachtsdeko und viel Flitter auf die Mappen. Bastelte für jedes Kind eine Art Weihnachtsschuh und den Weihnachtsstab. Für den Schuh wurden Lutscher, Bonbon, Kekse usw. ebenfalls in Hinche auf dem Markt gekauft und aufgefüllt. Die Kindergarten-Pavillons sind alle weihnachtlich dekoriert, selbst ein kleiner Plastikbaum ist da. Auf meinen Einwand: „wir sind doch hier im Busch, was soll denn dieses Westliche?“ war ihr Argument, es sei nun mal so an Weihnachten und die Kinder müssten auch wissen, was eine Weihnachtskugel und der Weihnachtsmann sei.
Am Freitag war dann der Jahresabschluss mit Weihnachtsfeier. Alle Lehrer und auch die Kinder kamen gedresst in weiß und rot. Die Kinder in ausgeliehenen Kleidern und Schuhen, die entweder zu klein oder zu groß waren. Aber jeder war stolz. Es wurde aus Bauholz eine Tribüne und Bänke für die Eltern aufgebaut. Wir fünf Deutsche waren als Gäste geladen. Was die Kinder aufführten, kann man nicht in Worten, auch nicht in Bildern beschreiben. Wir waren einfach nur begeistert und total platt, alle richtig berührt und haben hinterher mit den Tränen gekämpft.
Die Kinder sangen einzeln, oder im Duett auf der Bühne, erzählten die Weihnachtsgeschichte und andere kleine Geschichten. Sie spielten ein einzigartiges Krippenspiel. Ein Junge aus der ersten Gruppe legte sich hin und nun kamen zwei andere Kinder als Josef und Maria verkleidet. Ein Kind trug den Weihnachtsstern und schließlich traten auch noch drei Jungen als die Heiligen aus dem Morgenland auf. Diese drei hatten Ministranten-Kleider an, ausgeliehen von Pastor Colas aus Maissade. Die Kronen und alles andere war selbstgebastelt. Eine Gruppe Kinder tanzte als Cheerleader, ebenfalls in geliehenen Kostümen. Es wurden nun Spiele gemacht, dass auch jedes Kind bei einer Aktion beteiligt war, nicht dass die Eltern womöglich Farah Vorwürfe machen, dass ihr Kind nicht partizipiert habe. Spiele wie, die Reise nach Jerusalem, Sackhüfen, Eierlauf usw.
Als letztes mussten die Eltern die Reise nach Jerusalem machen und Richard wurde eingeladen ebenfalls mitzuspielen als deutsche Delegation. Zum Schluss bekamen alle Kinder Ihren Weihnachtsschuh und -Stab, sowie kleine Preise für ihre Siege.
Der für mich einzig dunkle Punkt an der Feier war und es tat mir so leid, dass ich nicht dran gedacht habe, dass die Eltern alle begeistert waren dabei zu sein, ganz aufgeregt waren, dass ihr Kind auch ja seine Geschenke bekam, aber keiner Danke zu Farah oder den Lehrern sagt, einfach mit ihren Kindern an der Hand davonzogen. Das hat mir richtig wehgetan. Auch dass die Eltern nicht erahnen können, welch Engagement von Farah, die ja alles in Port-au-Prince kauft und im Taptap und Motorrad hier herschleppt und tagelang gebastelt hat. Wir sprachen darüber und in Zukunft müssen die Eltern da mitbasteln um eine Wertschätzung zu lernen. Ich denke auch, dass ich nach den Ferien darüber mit den Eltern sprechen werde.
Nochmals als Fazit – das Projekt Kindergarten ist viel mehr als erwartet. Die Kinder sind diszipliniert aber nicht dressiert. Sie sind alle offen, lustig und haben viel Spaß. Und sie haben extrem viel in den 2 ½ Monaten gelernt.
Ich sende jetzt mal das erste Mail, das ich heute Nacht mit der Taschenlampe geschrieben habe. Wir fahren heute noch nach Port-au-Prince, da ich auf die Bank muss, Richard und Hans viel in den Baumärkten einkaufen müssen. Wir dürfen wieder bei unseren lieben Freunden Michelle und Peter von Bötticher unterkommen. Sende von dort aus noch Fotos nach.
Ja, wenn man hier ist, ist die ‚andere Welt‘ einfach weg.
Euch allen liebe Grüße
Roswitha und Alle

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Kouraj pou lavni - Mut für die Zukunft

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Vor den Toren der Stadt Hinche beginnt eine von der Regierung Haitis völlig vernachlässigte Region, die auch von den meisten Hilfsorganisationen bislang unbeachtet blieb. Hier ist das Land noch ursprünglich, die Natur zwar ausgebeutet, aber nicht zersiedelt. Die Menschen, wenn auch weitestgehend unterernährt und bettelarm, so doch dankbar für jede Hilfe, die sie erhalten. Wir unterstützen dort bereits mehrere Schulen und haben eine Maniok-Mühle ausgebaut, die für die Versorgung der Schulkinder immens wichtig ist. Immer wieder sind wir begeistert von der Kreativität und Energie dieser Menschen, die nur ein Ziel zu kennen scheinen: ihre Situation zu verbessern.

Für den Anschub des Projektes und für die Realisation der einzelnen Bauabschnitte sind wir gut aufgestellt, dennoch wird uns dieses Projekt auch finanziell in den nächsten Jahren stark beanspruchen. Deshalb werden wir nach wie vor auf die Großzügigkeit unserer Spender und Sponsoren vertrauen müssen.

Ihnen möchten wir unser Projekt ans Herz legen.

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