Haiti-Kinderhilfe

Kouraj pou lavni - Mut für die Zukunft

Im Zusammenhang mit dem Erdbeben von 2010 und unter dem Einfluss der Berichte über Hilfsorganisationen, deren übereilte Hilfe angeblich eher einer Verschwendung von Spendengeldern gleichgekommen sei, haben viele unserer Spender besonderen Wert darauf gelegt, dass wir Projekte nachhaltig entwickeln und kontrolliert realisieren. Die Spendengelder sollten also möglichst langfristig und sinnvoll eingesetzt werden. Diesem Versprechen fühlen wir uns verpflichtet und glauben mit diesem Projekt eine wirklich tragfähige Alternative zu gestalten.

Wir haben uns aber auch für diese Region auf dem Plateau Central entschieden, weil Hinche direkt an der neuen, sehr gut ausgebauten Straße zwischen Port-au-Prince und Cap Haitien liegt und deshalb von beiden Städten schnell erreichbar ist. Port-au-Prince, und damit der internationale Flughafen, ist nur gute zwei Stunden mit dem Auto entfernt. Von Hinche aus gibt es Sandstraßen in die verschiedenen Orte. Da sich unser Verein bereits in der Region engagiert, haben wir auch einige Verbindungen und sind regional nicht unbekannt, sogar angesehen, weil unsere Schule in Billiguy weitbekannt und geschätzt ist und weil der sehr enge Kontakt zur Frauenföderation in Maissade ebenfalls Türen öffnet. Zudem ist die Region im Landesinneren geschützt gegen die jährlichen Hurrikans und liegt nicht in der erdbebengefährdeten Zone.

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Chronologie zum Projekt "Kouraj pou lavni"

Montag, 13 Oktober 2014.
Chronologie zum Projekt

Liebe Freunde von Haiti-Kinderhilfe, unser Projekt "Kouraj pou lavni" nimmt Fahrt auf, bzw. ist schon in voller Fahrt. Ich möchte Euch gerne an der Entstehung des Projektes teilhaben lassen. Vorerst in Form einer Chronologie, wie es überhaupt dazu kam, danach als Bautagebuch mit kommentierten Fotos vom Baufortschritt. 

Entstehung der Idee:

Im März 2012 erfolgten erste Überlegungen, angestoßen von den Studenten unseres Patenschaftsprojektes, und grundsätzliche Überlegungen von Roswitha und mir zu unseren immer wieder nötigen Vorstands-Reisen nach Haiti. Durch noch viele Freunde und Bekannte in Haiti hat Roswitha immer die Möglichkeit irgendwo unterzukommen, unser Verein an sich hat aber keine „Heimat“ in Haiti. Laufend finanzieren wir irgendwelche Projekte und übergeben diese dann an kirchliche Einrichtungen.

Wir haben keinerlei Einfluss auf pädagogische Ziele, keine Handhabe unerwünschte Maßnahmen der Träger oder Schulleiter zu ahnden oder auch nur zu hinterfragen. Die Diskussion mit unseren bereits erwachsenen Patenkindern, die absolut nicht verstehen konnten, dass wir immer nur für fremde Schulen  tätig sind und nichts Eigenes auf die Füße stellen wollten. Langsames Umdenken in unserem Vorstand. Kontaktaufnahmen und Infosammeln während des Jahres und des folgenden Jahres 2013.

  
Schule auf dem Plateau Central

Die Wahl fiel dann auf die Region Maissade/Hinche. Verschiedene Kriterien waren: In dieser ländlichen Region sind Schulen wirklich noch sehr wenig vorhanden. Viele Schüler müssen pro Weg  1-2 Std in Kauf nehmen. Unsere schon vorhandenen Kontakte zu der Schule in Billiguy, die von HKH finanziert und im Oktober 2012 fertiggestellt wurde. Unsere sehr guten Kontakte zum Frauenprojekt FEM in Maissade, dessen Leiterin Marilla uns mit Ratschlägen weiter half. Die Aussagen von Rob Padberg Chef des BND über die Bedürftigkeit der Menschen auf dem Land. Unsere internen Vorstandsgespräche und Diskussionen. Unsere Schwierigkeiten mit dem bisherigen System der individuellen Schülerpatenschaften in Port-au-Prince. Ein ganz interessantes Thema fanden wir auch, dass keines unserer Patenkinder den Beruf des Lehrers gewählt hat und sich auch niemand als Agronom ausbilden ließ. In Gesprächen mit den jungen Haitianern klang immer wieder an, dass diese Berufe schlecht bezahlt seien und auch kein großes Ansehen genießen würden. Diese beiden Aspekte waren dann mit ausschlaggebend, dass wir uns auf das Land orientierten, um dort ein Landwirtschaftsteil in unser Projekt zu integrieren und den jungen Menschen auch die Wichtigkeit des Agrarsektors deutlich zu machen.

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Kouraj pou lavni - Mut für die Zukunft

Gelaendeskizze
Vor den Toren der Stadt Hinche beginnt eine von der Regierung Haitis völlig vernachlässigte Region, die auch von den meisten Hilfsorganisationen bislang unbeachtet blieb. Hier ist das Land noch ursprünglich, die Natur zwar ausgebeutet, aber nicht zersiedelt. Die Menschen, wenn auch weitestgehend unterernährt und bettelarm, so doch dankbar für jede Hilfe, die sie erhalten. Wir unterstützen dort bereits mehrere Schulen und haben eine Maniok-Mühle ausgebaut, die für die Versorgung der Schulkinder immens wichtig ist. Immer wieder sind wir begeistert von der Kreativität und Energie dieser Menschen, die nur ein Ziel zu kennen scheinen: ihre Situation zu verbessern.

Für den Anschub des Projektes und für die Realisation der einzelnen Bauabschnitte sind wir gut aufgestellt, dennoch wird uns dieses Projekt auch finanziell in den nächsten Jahren stark beanspruchen. Deshalb werden wir nach wie vor auf die Großzügigkeit unserer Spender und Sponsoren vertrauen müssen.

Ihnen möchten wir unser Projekt ans Herz legen.

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