Haiti-Kinderhilfe

Kouraj pou lavni - Mut für die Zukunft

Im Zusammenhang mit dem Erdbeben von 2010 und unter dem Einfluss der Berichte über Hilfsorganisationen, deren übereilte Hilfe angeblich eher einer Verschwendung von Spendengeldern gleichgekommen sei, haben viele unserer Spender besonderen Wert darauf gelegt, dass wir Projekte nachhaltig entwickeln und kontrolliert realisieren. Die Spendengelder sollten also möglichst langfristig und sinnvoll eingesetzt werden. Diesem Versprechen fühlen wir uns verpflichtet und glauben mit diesem Projekt eine wirklich tragfähige Alternative zu gestalten.

Wir haben uns aber auch für diese Region auf dem Plateau Central entschieden, weil Hinche direkt an der neuen, sehr gut ausgebauten Straße zwischen Port-au-Prince und Cap Haitien liegt und deshalb von beiden Städten schnell erreichbar ist. Port-au-Prince, und damit der internationale Flughafen, ist nur gute zwei Stunden mit dem Auto entfernt. Von Hinche aus gibt es Sandstraßen in die verschiedenen Orte. Da sich unser Verein bereits in der Region engagiert, haben wir auch einige Verbindungen und sind regional nicht unbekannt, sogar angesehen, weil unsere Schule in Billiguy weitbekannt und geschätzt ist und weil der sehr enge Kontakt zur Frauenföderation in Maissade ebenfalls Türen öffnet. Zudem ist die Region im Landesinneren geschützt gegen die jährlichen Hurrikans und liegt nicht in der erdbebengefährdeten Zone.

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3. und letzter Teil Bericht aus Haiti 12.9. bis 15.9.2015

Sonntag, 04 Oktober 2015.

Guivens hat von der Pumpe einfach quer über das Feld zum Depot einen Graben heben lassen. Ich will aber, dass die Wasserleitungen innerhalb des Verwaltungstrakt sind. Gleichzeitig hinterfrage ich seine Gerüste für den ersten Stock des Verwalterhausen. Es stellt sich raus, dass er entschieden hat links und rechts je 1 mtr. den oberen Stock zu vergrößern. Wollen wir aber nicht, wir wollen gerade Außenmauern und nicht so seine extra Ideen, auch müsste er das vorher besprechen. Planen also die Kanäle, wie die Wasserleitungen verlaufen sollen, gleichzeitig auch die Innenmauer um das Verwaltungsgebäude. Ebenso das Einfahrtstor, was schon ein Thema seit einem halben Jahr ist, denn jeder geht hier ein und aus, für mich absolute
Unsicherheit. das Tor ist eingebaut und wird gestrichen

Die Einfassung Sandkasten- nicht vorstellbar was überhaupt der Sandkasten ist, wie das sein soll. Wir legen gemeinsam Steine und Wurzeln. Die Sache bekommt ein Gesicht, aber mir rast die Zeit davon. Endlich ist es verstanden. Es muss ein Eimer Sand gesiebt werden, um zu sehen wie fein wir ihn bekommen können. Das Sand-Muster wird angeliefert, aber unsere Lehrer verstehen einfach nicht, was wir damit wollen. Farah und ich zeigen es mit den Förmchen, man ist total überrascht!!!!beginn bau sandkasten
Es muss auch mit dem 'Fabrikant' des Strohdaches lange über den Preis diskutiert werden. Ebenso der Schreiner, der ja sehr langsam aber auch sehr schön die Kindergarten-Möbel macht, die Preise für Fensterläden, Stühle, Türen, einfach alles, was ansteht muss ausgehandelt werden. Dauert eine Ewigkeit bis wir uns einigen, aber es wird also weitergehen. Mit der Kuh ist in der Zwischenzeit alles in Ordnung, die mitgebrachten Enten gut untergebracht. Organisiere noch mit Farah die Löhne einschliesslich November und lege mit Guerino eine Kasse an, um die Eltern für ihre Jobs zu bezahlen. Die gekaufte Bettwäsche wurde am Fluss gewaschen, alles ist für das Team Solaranlage organisiert. Wir entscheiden, dass Farah nach Port au Prince fährt und der Kindergarten zum 1.10. fertig sein muss. Der nun leere Container wird vorerst für alles
Material für das Solarteam genutzt, und wenn die Anlage fertig ist, dann für Farah gestrichen und das Team wird ab 1.10. komplett im Depot wohnen.
Wir kamen gut spät Nachts in Port-au-Prince an. War doch in Sorge, da am Montag auf der Straße aus Citesoleil, dort wo wenig Verkehr ist, 2 Polizisten erschossen wurden,
und wohl am Montag Port au Prince 'heiß' war. Starte meinen letzten Tag, würde wirklich gerne in Haiti auf unsere Baustelle bleiben, aber........
Tschau
Roswitha

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Kouraj pou lavni - Mut für die Zukunft

Gelaendeskizze
Vor den Toren der Stadt Hinche beginnt eine von der Regierung Haitis völlig vernachlässigte Region, die auch von den meisten Hilfsorganisationen bislang unbeachtet blieb. Hier ist das Land noch ursprünglich, die Natur zwar ausgebeutet, aber nicht zersiedelt. Die Menschen, wenn auch weitestgehend unterernährt und bettelarm, so doch dankbar für jede Hilfe, die sie erhalten. Wir unterstützen dort bereits mehrere Schulen und haben eine Maniok-Mühle ausgebaut, die für die Versorgung der Schulkinder immens wichtig ist. Immer wieder sind wir begeistert von der Kreativität und Energie dieser Menschen, die nur ein Ziel zu kennen scheinen: ihre Situation zu verbessern.

Für den Anschub des Projektes und für die Realisation der einzelnen Bauabschnitte sind wir gut aufgestellt, dennoch wird uns dieses Projekt auch finanziell in den nächsten Jahren stark beanspruchen. Deshalb werden wir nach wie vor auf die Großzügigkeit unserer Spender und Sponsoren vertrauen müssen.

Ihnen möchten wir unser Projekt ans Herz legen.

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