Haiti-Kinderhilfe

abgeschlossene Projekte

Sonntag, 10 Mai 2015.

Seit 1993 ermöglichten wir die Gestaltung jährlicher Weihnachtsfeiern für die Kinder des von den Schwestern des "Mutter Theresa"-Ordens getragenen Waisenhauses und den von ihnen in den Slums von Port-au-Prince betreuten Kindern, wobei jedes der am Ende 1400 Kinder für sich und seine Familie ein Lebensmittelpaket (etwa 20 kg Reis, Hirse, Zucker, Mehl etc.) erhielt.

Die Unterstützung seitens öffentlicher Stellen (auch der EU) reduzierte sich dabei mehr und mehr, so dass wir schließlich einen Großteil des Aufwandes selbst finanzieren mussten.

Weihnachten 2003 konnten wir diese Aktion wegen der politisch brisanten Lage nicht planmäßig durchführen, dafür kamen wir am 6. Januar 2004 als "Heilige 3 Könige" und beschenken die Kinder in gleicher Weise wie sonst.

Mittlerweile führen wir diese Lebensmittelaktion wieder um das Weihnachtsfest herum durch, wobei wir für die Kinder aus unserem Patenschaftsprogramm ein Fest mit Spielen und Sportveranstaltungen organisieren, ein reichhaltiges Essen für alle anbieten und schließlich den mittlerweile legendären Lebensmittelsack verteilen. Nach dem Erdbeben haben wir beschlossen, diese Lebensmittelspende auch im Sommer zu verteilen.

Wir unterstützten zwei Waisenhäuser bei der Anschaffung von Einrichtungsgegenständen, Verbrauchsmaterialien und Medikamenten.

1995 haben wir ein Wassertankfahrzeug mit einem 6000- Liter-Tank nach Haiti verschifft, um die Wasserversorgung der Waisenhäuser und einiger Krankenhäuser sicherzustellen. Wir ermöglichten unter anderem eine Notoperation an einem dreijährigen Mädchen, das an einem enteneigroßen Geschwür im Gesicht litt. Wir finanzierten einen Stromgenerator für eine Unterernährtenstation in Port-au-Prince und eine Brunnenbohrung für die Trinkwasserversorgung einer Krankenstation in Hinche.

Unterernährten- und Krankenstation in Hinche

kika101999 wurde die bestehende Station für Unterernährte in Hinche (nur 115 Kilometer, aber etwa einen Tag Fahrtdauer von Port-au-Prince entfernt) von uns um eine Kinderstation erweitert und elektrifiziert, so dass auch in dieser von der Regierung vernachlässigten Gegend für einige Kinder eine größere Überlebenschance besteht. 

kika112001 wurde auf Wunsch der Betreiber dieser Station eine Terrasse überdacht, um die darauf eingerichtete Küche vor Regen zu schützen. Dort wurde jetzt auch ein Unterrichtsraum für die dort behandelten Kinder eingerichtet.

Drei krebskranke Kinder wurden 2001 in der Dominikanischen Republik auf unsere Vermittlung hin und auf unsere Kosten behandelt.

Entbindungsstation und Krankenhaus in Port-au-Prince

NDLourdesIm Oktober 2005 konnte mit Spenden unseres Vereins eine Entbindungsstation in Port-au-Prince L'Hopital de Notre Dame de Lourdes gebaut werden, die sich heute zu einem klassischen Krankenhaus entwickelt hat.
timoun2Dort haben wir nach dem Erdbeben unsere ambulante Kinderstation "Ti Moun" (kleine Menschen) eingerichtet, in der vornehmlich Kinder aus dem benachbarten Slum angemessen ärztlich versorgt wurden.
Dieses Projekt haben wir direkt nach dem Erdbeben begonnen, es erfreute sich bis 2013 zunehmender Beliebtheit bei den kleinen Patienten, Monat für Monat konnten wir etwa 800 Kinder ambulant versorgen. Mit der Zeit kamen etwa 20.000 Behandlungen zusammen.

Behinderteneinrichtung "Notre Maison"

notremaisonNicht erst nach der Katastrophe vom Januar 2010 (und nicht nur in Haiti) zählen behinderte Kinder schnell zu den zuallererst Vergessenen. Gertrude Bien-Aime, eine haitianische Lehrerin, versucht mit ihrer Einrichtung diesen Kindern ein lebenswertes Dasein zu ermöglichen.

Auf einem kleinen Grudstück mitten in Port-au-Prince an der Nationalstraße 1 beherbergt sie diese Kinder in ihrem Privathaus. Wir wollen ihr helfen das Nachbargrundstück zu kaufen und darauf eine Erweiterung der Behinderteneinrichtung zu bauen.

Zahnbehandlung

zahnproDie von der Haiti-Kinderhilfe 2011 eingerichtete zahnmedizinische Reihenuntersuchung und Zahnbehandlung für Kinder, die besonders von der Armut betroffen sind, wurde auf alle Patenkinder und die Schülerinnen und Schüler der Schule "Seeds for the Future" ausgedehnt. Wir unterstützten dieses Zahnbehandlungsprojekt finanziell und statteten es mit den erforderlichen Gerätschaften (beispielsweise 2012 durch ein Röntgengerät) und Verbrauchsartikeln aus.

Es ist nahe liegend, dass gerade bei Mangelernährung und oft fehlender Möglichkeiten, die Zähne angemessen zu pflegen, die Kinder mit schwerwiegenden Problemen zu kämpfen haben. Zahnschmerzen zu haben bedeutet in den meisten Fällen, den Zahn in Kürze zu verlieren. Auch wenn diese Projekt abgeschlossen ist, bemühen wir uns in anderen Projekten weiter sowohl um die Zahnpflege als auch um die Erhaltung der Zähne durch regelmäßige Untersuchungen und Behandlungen.

Mouvman Vin Plis Moun - Restaveks

resta

-die Kindersklaven in Haiti sind wohl die Bedauernswertesten unter den Haitianern. Schon mit 3 bis 5 Jahren werden sie an andere Familien weitergegeben, um dort ihre ganze Kindheit lang schwer zu arbeiten.

Die belgische Schwester Marthe organisierte ein Projekt, in dem diese Kinder medizinisch, kulturell und seelisch versorgt wurden. In den betreffenden Slums wurden Zentren unterhalten, wo sich die Kinder waschen konnten, wo sie medizinisch versorgt und regelmäßig unterrichtet wurden. Hier lernten sie aber auch Spielen und Singen.

resta2

Die „Familien“ dieser Kinder wurden ebenfalls betreut und mit Rat und Tat unterstützt, damit die Kinder langfristig eine Überlebens-Chance und ein wenigstens annähernd würdiges Leben bekommen. Hier haben wir über Jahre finanziell geholfen.

Schwester Marthe ist im Jahr 2014 hochbetagt in Haiti gestorben.
An der von uns unterstützen Schule in Bellanger werden ebenfalls viele Restavek Kinder unterrichtet. Der dortige Direktor übernimmt die Aufklärung der „Familien“ und sorgt durch seine insistierenden Besuche dafür, dass die Kinder mehr oder weniger regelmäßig zur Schule dürfen.

Jean-Bosco: Elementar- und Berufsschule

jeanBoscoDie St. Jean-Bosco-Schule ist eine Elementarschule für 450 Kinder zwischen 6 und 12 Jahren und hat eine Berufsschule für Jugendliche zwischen 19 und 25 Jahren. Sie bietet damit nicht nur die Schulausbildung an, sondern hilft weiter auf dem Weg in das Berufsleben. Es gibt nicht viele Angebote dieser Art, deshalb ist sie in ihrer Region unverzichtbar.

JeanBosco3Während des Bebens sind zwar die Gebäude weitestgehend stehen geblieben, doch die Schäden an tragenden Teilen ließen ein Betreten der meisten Gebäudeteile nicht mehr zu.
Wir haben in den Jahren 2010 und 2011 die Schäden beseitigt und der Schule eine neue, leichtere Dachkonstuktion gebaut. Außerdem haben wir die Schutzmauer um die Schule erneuert.

Fleurenceau - eine Schule in San Marc

Fleur1Die Hafenstadt, etwa 100 km von Port-au-Prince entfernt, musste nach dem Erdbeben viele Flüchtlinge aufnehmen. Wir haben dort eine Schule um sechs Klassenzimmer und einen Speisesaal erweitert. In dieser Schule werden  mehre Patenkinder unseres Vereins unterrichtet.

Fleur2Eine andere Schule bekam ein komplettes Stockwerk mit drei Klassenräumen und die zerstörten Toiletten erneuert.

Dort unterstützen wir durch Patenschaften zwei komplette Klassen. Weitere Schüler in verschiedenen Klassen sind schon seit mehreren Jahren im Patenschafts-Programm.

Die Schule St.Trinité in San Marc

Trinite2Die Schule "St.Trinité" in San Marc, an der wir seit 2003 auch Patenkinder haben, hat ein gutes Bildungsniveau. Im Jahr 2010 bestanden alle Kinder nach sechs Schuljahren das Staatszertifikat. Nach der Vorstandsreise im Frühjahr 2011 beschlossen wir den Umbau des maroden Gebäudes, damit die Kinder nicht mehr so beengt und in Räumen ohne Licht unterrichtet werden müssen.

TriniteDie Baumaßnahme hat Guerino Joseph, nach Guivens Sylvestre der zweite innerhalb des Patenschaftsprogramms ausgebildete Bauingenieur, als ersten bezahlten Auftrag ausgeführt. Trotz der beengten Lage im Stadtteil konnten wir die Schule erweitern, damit auch höhere Jahrgangsstufen unterrichtet werden können.

Ökologie - Nachhaltigkeit

PCHaiti CareFür die Computer-Schule der NGO "Haiti-Care" haben wir 2006 Solarmodule zur Stromversorgung finanziert. Diese Aktion war als Pilotprojekt für die Einführung günstiger und regenerativer Stromquellen gedacht und findet seine Weiterführung in unseren Bauprojekten, die wir vorzugsweise mit Biotoiletten und Biogasanlagen ausstatten.

Ti SoleiAuch unser Lampenprojekt "Ti soleil", bei dem eine große Zahl von Patenkindern mit Solarlampen ausgerüstet wurden, verfolgt ökologisch und ökonomisch orientierte Interessen und führt damit unsere Bemühungen um Nachhaltigkeit weiter.

Traumabewältigung

TraumaDas Beben hat nicht nur Menschenleben gekostet, die Gesundheit der Überlebenden ruiniert und Schäden an den Gebäuden verursacht, besonders stark sind auch die psychischen Beeinträchtigungen der Menschen. Vor allem Kinder können das Erlebte nicht verarbeiten, viele sind nicht nur obdachlos geworden, sondern haben auch Eltern und Familie verloren.

stART international - eine Hilfsorganisation aus Deutschland - engagiert sich in Haiti für traumatisierte Kinder und hilft ihnen, den Weg zurück in ein Leben ohne Angst zu finden. Psychotherapeuten und Psychologen beschäftigen sich spielerisch mit den betroffenen Kindern. Bei dieser Form kreativer Ablenkung finden die Kinder wieder die Worte, ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen und ihre Ängste zu benennen und sie dadurch langsam zu verarbeiten. Die Haiti-Kinderhilfe unterstützte 2010 und 2011 dieses Projekt direkt vor Ort mit Dolmetschern,Verpflegung und Arbeitsmaterialien.

"Löffelprojekt"

LoffelDas "Bureau de Nutrition et Development", mit dem wir häufig zusammenarbeiten, unterstützt in Haiti über 300 Schulen mit ca. 150.000 Kindern durch ein Schulspeisungsprogramm. In vielen Schulen fehlt es jedoch an ausreichend Geschirr für die Essensverteilung. Der gemeinschaftliche Gebrauch des Geschirrs begünstigt aber das Ausbrechen von Krankheiten, die bei den meist unterernährten Kindern oft lebensbedrohend werden können.

Deshalb haben wir 48.500 Gedecke für Schulkinder und 152 Öfen für die Schulküchen angeschafft. Die Öfen haben einen guten Wirkungsgrad, weil sie mit Holz anstelle von Holzkohle beheizt werden und einen ganz genau passenden Topf für eine effiziente Wärmeausnutzung haben. Ab 2005 haben wir schon über 70.000 Kindern den hygienisch einwandfreien Empfang der Mahlzeiten ermöglicht.

Öfen und Geschirr

ofenDas "Bureau de Nutrition et Dévelopment", eine niederländische NGO, unterstützte in Haiti über 300 Schulen mit ca. 150.000 Kindern durch ein Schulspeisungsprogramm. In vielen Schulen fehlte es jedoch an ausreichend Geschirr für die Essensverteilung und die Zubereitung.

Der gemeinsame Gebrauch weniger Geschirrteile beschleunigt jedoch die Ausbreitung von Krankheiten, die bei den unterernährten Kindern oft genug lebensbedrohend werden.

Deshalb haben wir bislang 48.500 Gedecke für die Schulkinder und 152 Öfen für die Schulküchen angeschafft.

Container mit Hilfsgütern

Container32007 und 2012 haben wir jeweils einen Container nach Haiti geschickt: Auslöser waren größere, in Haiti dringend benötigte Objekte wie Behandlungsstühle für Zahnarztpraxen, Röntgen- oder Ultraschallgeräte.

Die Container wurden aufgefüllt mit weiteren Spenden, 2007 vor allem Schulranzen, für den doppelt so großen Container 2012 bekamen wir zusätzlich großzügige Spenden von Herstellern von Verbandmaterialien. Dieser 67m² große Container wurde uns dann auch noch von den Firmen Bahlsen, Hannover und Cargo-Partner, Hamburg gesponsert!
Im März 2012, wurde der Container von Vereinsmitgliedern in Empfang genommen und die Güter bestimmungsgemäß verteilt.

Die Maniok-Mühle bei Maissade

Muehle

In der Nähe von Maissade finanzierten wir den Bau einer Maniok-Mühle, die das Mehl für die Produktion der Schulspeisungen in der Region herstellt. Die Mühle wird betrieben von der Frauenföderation FEM in Maissade. Die beteiligten Frauen haben sich genossenschaftlich organisiert und verarbeiten einen Teil der Landwirtschaftsprodukte aus der Region.

Muehle2Die Vermarktung der produzierten Waren liegt ebenfalls in ihren Händen. Die Mühle war in einem nicht mehr tragbaren Zustand. Haiti-Kinderhilfe e.V. finanzierte den Bau des Gebäudes und half bei der Planung der Inneneinrichtung um einen effizienten Arbeitsablauf zu bekommen.

 

Ein Motorrad für den Weg zur Schule

CalifornieManchmal sind es nur kleine Dinge, mit denen man eine nachhaltige Wirkung erreichen kann: Die Schule in California, eine kleine Ortschaft, ebenfalls auf dem vernachlässigten Plateau im Landesinneren, hatte gute und engagierte Lehrer, die den Kindern viel beibringen konnten. Aber ihr Weg war zu weit, so dass sie sich schweren Herzens entschlossen, in eine andere, für sie besser zu erreichende Schule zu wechseln.

Damit sie die alte Schule problemlos und schnell erreichen können, haben haben wir ihnen ein Motorrad gekauft - so sind sie der alten Schule und ihren Schülern treu geblieben, die sonst wohl kaum Lehrer als Ersatz bekommen hätten.

 

Kinderbehandlungsprojekt „Ti moun“

Im März 2010 haben wir das Kinderbehandlungsprojekt „Ti moun“ ins Leben gerufen.
Nach dem Erdbeben im Januar 2010 brauchten viele kleine Patienten medizinische Hilfe. Die einfachen, aber lebensbedrohlichen Krankheiten blieben unbehandelt, da die Kliniken mit den Erdbebenopfern vollkommen überlastet waren.

Wir finanzierten Personal, Ausrüstung, Laborkosten und die nötigen Medikamente zu 100%. Unsere Helfer vor Ort erfassten die Kinder und sorgten für eine angemessene Nachbehandlung. Es wurden über 15.000 Kinder behandelt. Aus diesem Projekt haben wir uns zum Jahresende 2014 zurückgezogen.

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Unsere Projekte in Haiti

Kopf Farbe ohne

Seit 1993 setzt sich der Verein in vielfältiger Weise für haitianische Kinder ein:

  • Wir bauten und finanzierten Krankenhäuser und Schulen,
  • wir förderten durch Schul- und Ausbildungspatenschaften mehr als 1000 Kinder und Jugendliche,
  • wir finanzierten Hilfsprojekte für Familien in akuter Not,
  • wir unterstützten durch medizinische und technische Projekte.

Wir sind ein eingetragener, als gemeinnützig anerkannter Verein. Spenden an uns sind absetzbar.
Da unsere Vereinsmitglieder ehrenamtlich arbeiten, können wir garantieren, dass alle Spendengelder in
unsere Projektarbeit fließen.

Jeder Cent geht nach Haiti!

www. haiti-kinderhilfe.org
In Haiti sind wir vertreten von unserer Fondation „Haiti-Kinderhilfe-Ayiti“