Haiti-Kinderhilfe

Das neue Schuljahr hat begonnen.

Sonntag, 11 September 2016.
Das neue Schuljahr hat begonnen.

Die neuen Kinder wurden im Kindergarten willkommen geheißen.
Anfang September bekam unser Kindergarten „kay ti moun“ Zuwachs um 35 neue Kinder und drei Mitarbeiter. Inzwischen sind drei Kindergarten-Jahrgänge komplett.
Während die im letzten Jahr aufgenommenen Kinder sich riesig freuten, dass endlich die Ferien zu Ende sind, gab es bei den neuen Kindern herzerweichende Abschiede von den Eltern. Aber das wird sich erfahrungsgemäß innerhalb von ein paar Tagen gelegt haben. 

Erntedankfest

Freitag, 22 Juli 2016.
Erntedankfest

Kurz vor den Ferien wurde in unserem Kindergarten „kay ti moun“ das Erntedankfest gefeiert.
Das in Haiti üblicherweise angebaute Gemüse, Obst und Getreide wurde schön präsentiert und hinterher zusammen mit den Eltern gekocht und verspeist. Die Kinder zeigten Musik- und Tanzeinlagen, in landestypischem Stil als Marktfrauen und Bauern verkleidet.

Fête de Drapeau

Dienstag, 21 Juni 2016.
Fête de Drapeau

Die Kinder und Erzieherinnen unseres Kindergartens „ kay ti moun“ feierten gemeinsam dieses in Haiti wichtige Fest. Alle Anwesenden waren in den haitianischen Farben rot und blau gekleidet. Es wurde gesungen und getanzt und den Kindern die Geschichte der Nationalflagge erklärt.

Unsere Biotoiletten – aus Theorie wird Praxis

Freitag, 15 April 2016.
Unsere Biotoiletten – aus Theorie wird Praxis

In Haiti gibt es keine Kläranlagen oder Kanalisation wie wir es kennen. Es ist üblich, dass ein tiefes Loch gegraben wird, darauf die Toilette im Haus gebaut wird und dann ‚passt es‘.
Auf dem Land, oder in den Slums, wird ein Loch gebuddelt, darüber ein Brett gelegt – fertig.
Nach dem Erdbeben hat sich gezeigt, dass der gesamte Untergrund von Port au Prince verschmutzt ist und kein Trinkwasser aus Grundwasserbrunnen genutzt werden konnte.
Wir wollen es nun besser machen – hört sich gut an, aber wie? Wir informierten uns in ‚Toilettenseminaren‘, lasen viel, lernten viel theoretisch. Wassertoiletten wollten wir auf keinen Fall, da Wasser in Haiti eine Rarität ist, die Entsorgung aufwändig und technische Probleme auftreten können. Ein tiefes Loch in die Erde, wie in Haiti üblich, auch nicht, da wir das Grundwasser nicht verschmutzen wollen. Wir ‚lernten‘ , dass Trenntoiletten und Rückführung aller Ausscheidung in die Landwirtschaft das Optimalste sei. Sahen ‚Bausätze‘ im Internet, aber wie sollten wir das in Haiti umsetzen?

11. mail Reise Dezember 2015/Februar 2016

Sonntag, 28 Februar 2016.
11. mail Reise Dezember 2015/Februar 2016

Hallo,
unser Abflugtag rückt näher und die Zeit rennt uns davon. Meine letzten Eindrücke zu meinen 10 Wochen Haiti Baustelle. Treffe mich mit Pater Nerilus und Jean Claude. Treffe mich mit Lailen wegen Seeds. Sie Ist sofort damit einverstanden, dass sie künftig alle Unterlagen für das Patenschaft-Programm selber zusammenstellen muss. Sie möchte aber nochmals genaue Erklärungen. Farah hat mit den zwei Nachbarschulen, unseren Lehrern und den Lehrern von Billiguy ein Seminar für zwei Tage geplant, sowie einen Tag Treffen mit Eltern. Farah plant und wir besprechen die Themen, es wird erst ab Faschingssonntag starten. Farah hielt ein wunderbares Seminar ab, wir organsierten Essen und Trinken und alle waren dankbar für die gemeinsamen Stunden. Am Aschermittwoch waren alle Eltern eingeladen und Farah und Guerino diskutieren den ganzen Morgen mit ihnen. Über die Sicherheit des Kindergartens, unser Konzept, die Eltern Mitarbeit, sowie die Eltern die Entwicklung ihrer Kinder sehen. Muss sehr, sehr positiv gewesen sein und sollte alle zwei Monate wiederholt werden. Parallel kämpften wir auf der Baustelle. Ich wollte bei Abreise keine Handwerker mehr dort haben und alles muss weggesperrt sein.

10. mail Reise Dezember 2015/Februar 2016

Samstag, 27 Februar 2016.
10. mail Reise Dezember 2015/Februar 2016

Hallo.
Bin gerade wieder für zwei Tage in Port au Prince um die letzten Einkäufe zu machen. Es fehlten viele Kleinigkeiten, sowie Rohre für die Entlüftung der Toiletten. Rohre zu transportieren ist allerdings eine Strafe. Von der Stadt aus, fahre ich ja immer noch bergaufwärts, wenn ich die Rohre über das ‚Führerhaus‘ anbinde, komme ich nicht bei den Ein und Ausfahrten durch. Klappte aber, musste aber immer wieder anhalten und nachbinden.

8. mail Reise Dezember 2015/Januar 2016

Dienstag, 09 Februar 2016.
8. mail Reise Dezember 2015/Januar 2016

Hallo.
Heute ist Sonntag und alles etwas ruhiger. Einige Leute arbeiten zwar aber es ist nicht der sonstige Wahnsinn wie seit Wochen. Es gibt zwei Sachen täglich, das sind Staub und Lärm. Schweiß-Gerät, Bohrhammer, Betonmischer, Wasserpumpen, rufende Maurer.......abends sind wir einfach nur platt. Ab 20 Uhr schlafen alle..., allerdings stehen wir mit den Hühnern vor 6 Uhr auf. Die Hitze ist ab Mittag richtig lähmend. Im September haben wir aus Kaktus und  Bambusrohren einen Zaun errichtet und das Grundstück geteilt, um dort Ziegen unterzubringen. Allerdings hielt dieser Zaun unsere angeschafften Ziegen nicht in ihrem Bereich. Immer wieder Ziegenalarm und speziell für Farah, die ja gerade ihren ersten Gemüsegarten anlegt, gingen wir immer wieder auf gemeinsames Ziegen einfangen. Der Kaktuszaun hielt die Ziegen nicht zurück, im Gegenteil, sie fraßen ihn ab.

Kindergarten

Montag, 01 Februar 2016.
Kindergarten

Diese Woche haben die Kinder einen Teil der Puppen und Autos bekommen. Jede Gruppe bekam fünf Puppen mit Kleidern und Haarbürsten und je fünf Autos. Wir haben es bewusst nicht an Weihnachten verteilt, damit Weihnachten nicht mit Geschenken in Verbindung gebracht wird.
Farah hat in jeder Klasse einen Tisch mit den Puppen und Autos arrangiert und zugedeckt. Nun mussten die Kinder erraten, was wohl unter den Decken sein Könnte. Vom toten Schwein, bis Huhn wurde alles aufgezählt.

7. mail Reise Dezember 2015/Januar 2016

Montag, 01 Februar 2016.
7. mail Reise Dezember 2015/Januar 2016

Hallo.
Hans und David sind Freitagmorgen nach Hause geflogen. Auf der Fahrt von Cap nach Port-au-Prince sahen wir, dass sich einiges tut im Bereich Landwirtschaft. Sehr schön empfand ich, dass es wieder große Reisfelder gibt. Auch sah ich zum ersten Mal kleine Traktoren zum Umgraben der Reisfelder.
Einige Gemüse- und Maisfelder waren vorbildlich angelegt, ich denke es waren Projekte.
Freitag und Samstag war für mich wieder großer Einkaufstag in PaP. Hauptproblem war einmal wieder die Bank, die Schecks zurückgehen ließ, da meine Unterschrift nicht 100%ig war. Ich habe nun eine Kopie meiner offiziellen Unterschrift immer bei mir. Fand vieles in den verschiedenen Baumärkten.

6. mail Reise Dezember 2015

Montag, 25 Januar 2016.
6. mail Reise Dezember 2015

Hallo.
Irgendwie wollte ich schon lange schreiben, aber immer wieder waren die Tage fertig und wir alle entsprechend platt. David und Hans wandern gerade zur Zitadelle und ich bin am Parkplatz und 'sortiere' mich ein bisschen. Sind heute Morgen um 8 Uhr in unserem 'Camp' gestartet und kamen kurz vor 14 Uhr an der Zitadelle im Norden von Haiti an. Wir hatten einen Schnitt von 20 km in der Stunde, da die Straße unvorstellbar schlecht ist. Ich hatte es aber Hans in Deutschland versprochen und wir haben es auch geschafft. Morgen müssen wir allerdings vom Norden nach Port au Prince, da beide am Freitag nach Deutschland zurück fliegen. Hans bedauert es zutiefst und meinte, dass er das Gefühl hat, erst einige Tage hier zu sein.
Kindergarten: Läuft sehr gut.

5. mail Reise Dezember 2015

Donnerstag, 07 Januar 2016.
5. mail Reise Dezember 2015

Hallo, Irgendwie sind unsere Tage alle ähnlich. Die letzte Woche hatten wir jede Nacht von allen Bergen und aus den Dörfern Voodoo Trommeln, Singen, auch Schreien. Meist bis fünf Uhr morgens, aber da übernehmen die Hähne immer das Aufwecken. Wir schlafen immer noch auf dem Reservat unter unseren Abdeckplanen und irgendwie geht nichts irgendwie in großen Schritten weiter,
obwohl es ein Gewurle von Arbeitsteams gibt.

3. mail Reise Dezember 2015

Donnerstag, 31 Dezember 2015.
3. mail Reise Dezember 2015

Hallo.
Vor dem Jahresende nochmals ein kleiner Bericht. Allerdings geht seit Tagen kein Internet, also wird es wahrscheinlich auch nicht sofort gesendet werden.
Beim Verwaltungsgebäudewird gerade innen die Mauer abgeschliffen, so dass wir seit zwei Nächten auf dem Wasserreservoir schlafen. Gott sei Dank kein Regen, allerdings ist der Tau extrem nass. D.h. wo man liegt ist es warm und trocken, aber wehe man dreht den Kopf oder den Arm ist es nass und auch kalt.
Mussten leider über zwei Stunden off road fahren, um zur Bank zu kommen, Trinkwasser und wieder Ersatzteile zu kaufen.