Haiti-Kinderhilfe

Reise 2017/2018 - 7. Bericht

Hausbesuche mit Überraschungen

Mittwoch, 03 Januar 2018.
  1. Reisebericht    

Hausbesuche mit Überraschungen – jeder hofft wir klopfen auch an seiner Tür

Bei jeder Reise haben wir immer Geschenke der Paten für Ihre Kinder im Gepäck. Wir erklärten nochmals allen Eltern, dass diese Geschenke nichts mit ‚uns‘, dem Kindergarten oder Schule zu tun haben. Das soll keine Wertung unsererseits sein. Daher auch sollen sie auch nicht neidisch sein. Wir können es nicht beeinflussen, welches Kind was bekommt. Daher verteilen wir die Geschenke nicht hier im Projekt, sondern überbringen sie persönlich in den Ferien. Vorab werden die Geschenke nach den verschiedenen Gegenden sortiert, wo unsere Kinder zu Hause sind. Die Kinder wohnen in keinem Ort, wie wir es kennen, sondern sind im Radius von ca. 4 km von unserem Projekt entfernt in alle Himmelsrichtungen verstreut. Wir werden 4 Tage benötigen. Farah unsere Kindergartenleiterin, Jara und ich starten früh mit bepackten Rucksäcken. 

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Wir treffen immer wieder ‚unsere Kinder‘ und jeder hofft, wir kommen in Ihre Hütten. Es müssen zwei kleinere Flüsse überquert, durch enge Trampelpfade , Berge hoch und Berge runter gegangen werden.

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Wir benötigen immer wieder Hilfe um das Zuhause ‚unserer Kinder‘ zu finden.

Wenn das Kind nicht da ist, nehmen wir das Geschenk wieder mit und werden wiederkommen.

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Natürlich kommt immer die ganze Sippe zusammen, wenn wir auftauchen. Das Geschenk wird immer ausgepackt. Dann erklären wir dem Kind von wem es ist, lesen den Brief der Paten vor und zeigen das Foto. Wir drohen den anderen Kindern und Eltern, dass sie dem Kind die Sachen nicht nehmen dürfen.

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Manche Kinder spielen sofort ganz fasziniert mit Ihren Geschwistern.

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Ein kleiner Junge mit 3 Jahren verstand genau, dass das Geschenk nur für ihn ist. Er wollte es auch nicht auspacken und schob sein Geschenk immer wieder hinter seinen Rücken. Ich fand das richtig lustig und habe mich für ihn gefreut. Allerdings hörten wir ihn bitterlich weinen und schreien als wir das Anwesen verlassen hatten. Sicherlich hat ihm die Mutter vor Neugierde das Paket abgenommen.

Wir sind abends immer platt, aber doch auch glücklich.

Roswitha

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