Haiti-Kinderhilfe

Dezember Haiti Reise

Dienstag, 06 Dezember 2016.
Dezember Haiti Reise

1.‘Hallo aus Haiti‘

Die Abreise war (wie immer) hektisch. Hatten wieder Sondergepäck, eine riesige Kiste, auch wieder alle Teile 2-3 kg zu schwer. Das Handgepäck schwer, als ob wir Steine gepackt haben…..
Starteten mit 8 Teilen, die dann noch mit Puppen und Hüten behängt waren.
Alles klappte wunderbar, das Gepäck wurde zwar komplett in den USA kontrolliert, da immer Zettel ins Gepäck gelegt werden, aber wir mussten es in Atlanta nicht über Nacht mit ins Hotel nehmen.

trolly mit Puppen
Ankunft in Haiti-Cherie….der Flieger überbucht, am Flugfeld stehen schon drei Maschinen. Wir müssen lange warten bis wir bei der Passkontrolle überhaupt in den Raum kommen. Wir sehen von dort, dass gerade der 5. Flieger aus Canada kommt. Nach über einer Stunde dann zur Gepäckausgabe. In PaP gibt es zwei relativ kurze Gepäck-Karusselle. Normalerweise kein Problem – aber nicht heute. Wir schätzen mindestens 500 Leute auf engstem Raum, Unmengen Gepäck stand am Boden, es wurde gezogen, geschubst und gezerrt. Es gab keine Kofferwagen mehr und auch die Gepäckträger waren alle schon gebucht.

Nachdem wir ja schon so lange bei der Passkontrolle waren, ging ich davon aus, dass unser Gepäck auch irgendwo liegt, oder womöglich schon weg ist. Ich bekam aber Gott sei Dank die Info, dass Delta erst ausladen wird, wenn der Raum etwas geleert sein wird, bzw. wieder Platz für weiteres Gepäck. Das war die gute Nachricht, nun Kampf um Kofferwagen, die einzeln zurück kamen, aber immer schon belegt waren.
Richard übernahm nun die Schlacht um Kofferwagen, ich am Band für unser Gepäck. Irgendwann hatten wir alles…..nun mit Herzklopfen anstellen beim Zoll.

Ich war überzeugt, mit unseren Kisten und den Mengen von Gepäck werden wir wieder total kontrolliert. Aber nachdem so ein Chaos war, winkte uns die Zöllnerin nur durch. Gleiches Chaos nochmals am Parkplatz, da viel zu viele Autos da waren um Leute abzuholen. Wie immer……es klappte alles.
Alleine die Ankunft ist schon ein Abenteuer, und ich kann mir gut vorstellen, dass man einen kleinen Kulturschock bekommen kann.

Donnerstag noch Basiseinkäufe in Port-au-Prince, Lebensmittel, Bücher für unsere zwei Nachbarschulen, vieles im ‚Baugeschäft‘. Wir starten total beladen die Reise nach Banguage. Ich bin immer froh, wenn wir Port-au-Prince verlassen. Mit einem Auto so voll bepackt, habe ich immer Angst überfallen zu werden.
In Hinche, letzte Station bevor die ‚Piste‘ beginnt, muss noch wenigstens
ein Kasten Bier gekauft werden. Richard ist bereit die Füße auf den Kasten zu stellen……
Die Verkäuferin gibt uns den Träger und die Flaschen ohne Pfand, vermerkt es auf der Quittung und meint ‚Du kommst doch wieder..‘. Ja, das sind die Momente, die mich an das alte Haiti erinnern lassen. Sich auch mal vertrauen.

Es ist viel Wasser in den Flüssen und manche Furten sind durch das Hochwasser während Hurrikan Matthew verschwunden. Klappt aber alles gut und wir kommen in der Dunkelheit an.

Kämpfen das erste beide Tagen mit dem feuchten Klima und Moskitos, da es jeden Abend regnet.

MähenRichard muss aber sofort wieder sein Wasserprojekt weitermachen. Er beauftragte ein Team zu säubern, dabei schlugen sie allerdings aus Versehen mit Ihren Pickeln die Hauptwasserleitung kaputt. Sagten aber nichts und erst einen Tag später, als die ganze Ecke unter Wasser stand, kam der Gärtner und meinte es sei wohl ein ‚kleine undichte Stelle‘. Es hatte solch einen Druck, dass es Richard die Kappe vom Kopf gerissen hat. Heute am 3. Tag ist die Stelle repariert und wir hoffen, dass es auch halten wird.
Richard hat sofort von Farah eine ‚Wunschliste‘ bekommen, was alles immer noch nicht umgesetzt ist. Vom Wasserabfluss des Waschbeckens, bis :Es sind Geräusche im Schrank – es gibt viel zu tun!!!!

Das gepflanzte Gras wuchert und überdeckt die anderen Pflanzen. Wir starten direkt mit den Mäharbeiten. Stechen um die Pflanzen Soden aus und setzten diese im Garten ein. Planen den Besuch von Yves Marie, die alle Kinder ärztlich untersuchen wird, hören von Farah und Farino viele Geschichten der letzten Monate und kommen ganz langsam an.

Liebe Grüße
Roswitha

Kommentare (1)

  • die Puppenmama

    die Puppenmama

    07 Dezember 2016 um 06:41 | #

    Liebe Rosi, ich hab da 2 von mir erkannt! ?Und freue mich sehr, daß Ihr gut angekommen seid. Gruß an Farah und die Kinder und passt gut auf Euch auf. Toi toi toi bei allen Euren Vorhaben.
    Liebe Grüße, Christine

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